Rettet die Vielfalt!

Rettet die Vielfalt!

„Yo, yo, yo – das ist ja mal ein echter Klassiker!“ ruft ein junger Mann, während er – in kurzen Hosen und T-Shirt – auf seinem Fahrrad um die Zapfsäule kurvt, an der mein Audi V8 steht. Ich fülle gerade 30 Liter Super Plus in den Tank. „Den sieht man ja kaum noch auf der Straße. Gute Fahrt!“ Winkend radelt er davon. Mein Ausflugsziel ist das Oldtimer-Treffen in Jesenwang, das jedes Jahr am 3. Oktober auf dem Flugplatz stattfindet. Trotz triefender Nase, dickem Kopf und erhöhter Temperatur freue ich mich auf das Treffen, bei dem sich Klassiker aller Marken und Baujahre auf dem Acker tummeln. Ich freue mich, weil es kein Treffen ist, auf dem die vermeintliche Oldtimer-Hautevolee gerne unter sich bleibt. So war es zumindest letztes Jahr. Dieses Jahr soll es anders kommen.

Die Seele alter Autos

Die Seele alter Autos

Alte Autos haben eine Seele. Eine sehr sensible Seele. Die psychischen Probleme bei Youngtimern nehmen zu. Das liegt vor allem daran, dass es Youngtimer in unserer Gesellschaft schwer haben: Restaurierte Oldtimer schauen auf sie herab, hauen ihnen arrogante Sprüche um die Rückspiegel oder drehen ihnen den verchromten Rücken zu. Neuwagenfahrer beschimpfen sie als Dreckschleudern oder Schrottkisten und fragen Alt-Auto-Fahrer an der Tankstelle, ob sie kein Geld für ein „richtiges Auto“ hätten. All das sind große Belastungen im Alltag eines Youngtimers. Jahrelang wurde das Seelenleben der Klassiker unterschätzt. Deshalb möchte ich hier die vier häufigsten psychischen Erkrankungen sowie mögliche Therapieansätze vorstellen.

Das Rezept gegen die Traurigkeit

Das Rezept gegen die Traurigkeit

Büroarbeit erledige ich meistens mit meinem Kater. Puschkin, mein sechs Jahre alter Britisch Kurzhaar wartet das Faxgerät, kopiert Dokumente und ordnet Unterlagen. In seiner Freizeit spielt er gerne mit angenagten Kabelbindern, durchgebissenen Haarsieben oder seinem kleinen Audi Coupé. Nur nicht so wild. Denn Puschkin ist herzkrank. Sein Herz schlägt nicht so kräftig, wie es sollte. Auch wird es nicht so lange schlagen, wie das seiner Artgenossen. Und manchmal ist er melancholisch. Ihm fällt die Decke auf den Kopf. Dann kann ihn nicht einmal das Coupé begeistern. Auch nicht mit offener Motorhaube. Dann muss etwas größeres her. Zum Beispiel der Audi V8.

Ich wollte noch Abschied nehmen

Ich wollte noch Abschied nehmen

Du bist viel zu früh von uns gegangen. Du hattest Deine Karriere in der Werkstatt doch gerade erst begonnen. Du hast es innerhalb von wenigen Jahren zu großer Beliebtheit in der V8-Szene gebracht. Du warst erst fünf Jahre alt.

Gedanken über Liebe und Trennung

Gedanken über Liebe und Trennung

Vor einigen Wochen spielte ich kurz mit dem Gedanken, meinen V8 zu verkaufen. Ich ließ mich hinreißen von anderen Schönheiten, die mich mit ihrer Unkompliziertheit lockten. Ich grübelte und spielte die Idee ernsthaft durch, ein Leben ohne meinen alten Audi zu führen.

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